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Über uns
Die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des AKUT e. V. wurde am 01. Juli 2008 im Beisein des AKUT-Vorsitzenden, Pfarrer Ulrich Seidel, in Magdeburg gegründet. Derzeit stellen wir interessierten Christen unsere Anliegen vor und versuchen Pfarrer in Sachsen-Anhalt zu gewinnen, auch für unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, einzutreten. Eine Möglichkeit, dies zu verwirklichen, besteht darin, sie in die Fürbitten mit einzubeziehen oder sich sogar an die Gestaltung eines gemeinsamen Gottesdienstes für Mensch und Tier zu wagen.
Für weitergehende Informationen empfehlen wir auf jeden Fall die Hauptseite des Vereins www.aktion-kirche-und-tiere.de
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Am 03.10.2008 bekam die Geschäftsführerin von AKUT, Vivian Wichmann, folgenden Beitrag vom Vereinsvorsitzenden Pfr. Dr. Ulrich Seidel über ein Interview mit dem Radiosender SAW. In aller Kürze wurde hier unser Grundanliegen auf den Punkt gebracht:
Torsten Kessler - Radio SAW/Kirchenredaktion (TK) im Gespräch mit Ulrich Seidel (US)
"TK: Was sagt eigentlich die Kirche zum Tierschutz? Zu wenig, sagt Ulrich Seidel, Vorsitzender der "Aktion Kirche und Tiere" (AKUT). Seit Anfang Juli gibt es in Sachsen-Anhalt einen Regionalverein. Viele Mitglieder kommen aus dem aktiven Tierschutz. Trotzdem versteht sich AKUT nicht als Tierschutzverein.
US: Eher als geistiger Verein. Wir bemühen uns darum, dass das Verhältnis zu den Tieren theologisch und ethisch Beachtung erfährt.
TK: Der Pfarrer aus Brandis, bei Leipzig, findet, die Kirche muss sich deutlicher positionieren.
US: Ob das die Massentierhaltung ist, ob das die Tierversuche sind oder das Totschlagen der Robbenbabies, die Unterjochung der Tiere durch den Menschen ist ja so universell. Aber die Kirche muss erst einmal versuchen, das Verhältnis zu den Tieren zu bestimmen als Mitlebewesen, die auch theologisch bedeutsam sind.
TK: Pfr. Seidel hat auch eine Erklärung, warum sich die Kirche mit dem Tierschutz so schwer tut.
US: Das kommt daher, dass die Kirche als Organisation zutiefst verbandelt ist mit der Landwirtschaft, der Landwirtschaftslobby, der Jagdlobby und all diese Gruppen ganz tief und selbstverständlich von der Ausnutzung und Ausbeutung des Tieres durch den Menschen bestimmt sind.
TK: Jeder Mensch kann bei sich im Kleinen anfangen. Z. B. bevor er eine störende Fliege mit der zusammengerollten Zeitung erschlägt.
US: Was gibt mir das Recht, ein Lebewesen, das mich stört, zu töten? Ist es in meinen Lebensbereich eingedrungen? Bin ich in seinen Lebensbereich eingedrungen? Da kann ich, ehe ich zuschlage, mir diesen Gedanken machen."
Quelle: AKUT-Nachrichten 1-2009
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